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Ketogene Diät

Was ist das ?

Die Ketogene Diät ist immer wieder in aller Munde, aber wenige wissen genau worum es sich dabei handelt.  Ganz allgemein bringt eine ketogene Diät die Leber dazu vermehrt Ketonkörper zu bilden.  Der Stoffwechsel des Körpers stellt sich dabei fast vollständig von Zuckerverbrennung auf Fettverbrennung um.  – Der Traum eines jeden Menschen, der abnehmen möchte.

Genauer gesagt ist die ketogene Diät eine Ernährung, bei der man unter einer gewissen täglichen Menge Kohlehydrate zu sich nimmt. (Meist unter 100 Gramm, abhängig vom jeweiligen Kalorienverbrauch).  Die Menge der Einnahme von Eiweiss und Fetten kann je nach Ziel unterschiedlich sein.  Ob eine Ernährung ketogen ist oder nicht hängt hauptsächlich ab, welche Menge Kohlehydrate drin steckt.

Ketogene Diät und Fettstoffwechsel

Bei einer normalen Ernährung verbrennt der Körper die Mischung aus Kohlehydraten, Eiweissen und Fett, welche sich in der Ernährung befinden.  Wenn aber keine Kohlehydrate mehr in der Ernährung vorhanden sind, gehen die Reserven im Körper schnell zu Neige.

In dieser Situation muss der Körper andere Energiequellen anzapfen, um weiter funktionieren zu können.  Eine solche Energiequelle sind zum Beispiel freien Fettsäuren.  Die meisten Gewebe im Körper können diese gut zur Energiegewinnung nutzen.  Andere Organe können freie Fettsäuren nicht nutzen.  Hirn und Nervensystem können das zum Beispiel nicht – sie gehören zu den Organen, die bei fehlenden Kohlehydraten auf Ketonkörper angewiesen sind.

Ketonkörper ?

In der Leber entstehen beim Abbau von freien Fettsäuren Nebenprodukte: die sogenannten Ketonkörper.  Sie sind bei fehlender Kohlehydratzufuhr aus Fett hergestellte Energiepakete.  Wenn diese Ketonkörper in höheren Mengen von der Leber hergestellt werden, so häufen sie sich im Blut an.  Ist dies der Fall so spricht man von Ketose.

Gleichzeitig spart der Körper den für bestimmte Zellen lebenswichtigen Zucker (Kohlehydrate).  Und das geht so: die Leber produziert weniger davon.   Dann lehnen ihn die meisten Gewebe zur Energiegewinnung ab.  Sie nehmen ihn einfach nicht mehr auf.  Gleichzeitig wird auch weniger Eiweiss in Energie umgewandelt.  Körperliches Eiweiss bleibt erhalten.

Auf Dauer gut ?

Und genau das ist der Grund, warum so viele sich für die ketogene Diät überhaupt interessieren.  Sie ermöglicht den gezielten Abbau von Körperfett, während wertvolles Muskeleiweiss erhalten bleibt.

Für einige Zeit kann das auch zielführend sein.  Aber wie noch gezeigt werden wird, sollte es nicht auf Dauer angewendet werden.  Andernfalls wehrt sich der Körper und es kommt zur Schilddruesenunterfunktion.

Schilddrüsenunterfunktion

 

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann für manche der Grund sein, warum sie trotz großer Anstrengungen (Diät, Sport) kein Körpergewicht dauerhaft abnehmen können.  Leidet man unter einer Schilddrüsenunterfunktion so sind körperliche und geistige Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt.

Je nach Ausprägung findet man folgende Anzeichen bei Schilddrüsenunterfunktion. – Vorsicht, nicht alle Anzeichen müssen vorhanden sein !

  • Unfähigkeit Körpergewicht abzunehmen
  • niedrige Körpertemperatur (regelmässig <36,6°C morgens)
  • SIBO – bakterielle Überbesiedlung des Dünndarms, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, verlangsamte Verdauung, Verstopfung, starke Müdigkeit nach dem Essen
  • vergrösserte Zunge
  • vermindertes Hörvermögen
  • Konzentrationsschwierigkeiten, „Hirnnebel“, Müdigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen
  • Vergesslichkeit
  • heisere, rauhe Stimme
  • geschwollene Lider, geschwollenes Gesicht, seitlich ausgedünnte Augenbrauen
  • verlangsamter Puls, verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
  • verlangsamte Reflexe
  • Kälteempfindlichkeit
  • unregelmäßige Regelblutungen bei Frauen
  • trockene, raue Haut
  • verringerte Schweissproduktion
  • bei Frauen: Zyklusstörungen
  • teigartige Schwellungen an den Armen und Beinen, welche bei Druck mit dem Finger keine Delle hinterlassen

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt sich der Stoffwechsel des Körpers.  Der Körper braucht weniger Energie, bestimmte Vorgänge wie z.B. die Schweissproduktion werden zurückgefahren und es kann dadurch zu unerwünschter Gewichtzunahme kommen.

Diese Gewichtszunahme ist durch Diäten nicht nachhaltig beeinflussbar.  Der oder die Betroffene möchte abnehmen, aber trotz geringer Nahrungsaufnahme bleibt das Körpergewicht unverändert (zu) hoch.  (siehe dazu Artikel Gewichtskontrolle in 3 einfachen Schritten)

In der Regel bestätigt ein Bluttest beim Arzt den Verdacht.  Ist dieser (noch) nicht zur Hand gibt es eine sehr einfache und verlässliche Methode zur Messung der Schilddrüsenfunktion.

Die Messung der Körpertemperatur.

Dazu braucht man ein genaues Thermometer (digital oder Quecksilber aus der Apotheke).  Dieses legt man abends zusammen mit einem Notizzettel & Stift auf den Nachttisch.  Morgens vor dem Aufstehen wird es mindestens 10 Minuten unter die Achselhöhle geklemmt oder unter die Zunge gesteckt.  Nach 10 Minuten liest man die Temperatur ab und notiert Sie auf Notizzettel mit Datum & Uhrzeit.

Die Temperatur ist nicht immer die gleiche.  Wird sie über einen längeren Zeitraum täglich gemessen und liegt sie oft unter 36,6° Celsius, so kann eine Schilddrüsenunterfunktion der Grund dafür sein.

Achtung: Männer können an jedem beliebigen Tag die Temperatur messen.  Bei Frauen im gebährfähigen Alter ändert sich aber die Temperatur im Laufe des Zyklus.  Daher sollten Sie nicht am Tag des Eisprungs messen (niedrigste Temperatur) und auch nicht unmittelbar vor der Menstruation (höchste Temperatur).  Der beste Zeitpunkt für Messungen sind der 2. und 3. Tag der Regelblutung.

Anmerkung

Eine zu niedrige morgendliche Körpertemperatur tritt bei nahezu 100% aller Fälle von Schilddrüsenunterfunktion auf.  Umgekehrt heisst das aber nicht, dass eine Schilddrüsenunterfunktion die einzig mögliche Erklärung dafür sein muss.  Der Test kann einen guten Hinweis liefern, ersetzt aber nicht den Besuch beim Arzt.

 

Quelle:

Hypothyroidism – Dr. Broda Barnes & Lawrence Galton

HDL Cholesterin erhöhen

HDL Cholesterin erhöhen, Gesamtcholesterin senken lautet das neue Motto.

Es gibt gute Gründe sein HDL Cholesterin erhöhen zu wollen, vor allem bei hohem Gesamtcholesterinwert.

Möchte Ihr Arzt das Risiko abschätzen, dass Sie an einer Herz-Kreislauferkrankung erkranken, so lässt er im Blut verschiedene Cholesterinwerte bestimmen.

Früher.

Lange Zeit war man der Meinung, dass ein hoher LDL-Cholesterinwert besonders schädlich sei.  Studien haben zwar ergeben, dass ein mithilfe von Medikamenten gesenkter LDL-Wert das Erkrankungsrisiko tatsächlich ein wenig senkt.  Umgekehrt aber reicht allein ein hoher LDL- oder Gesamtcholsterinwert nicht um das Risiko zu erhöhen (s.u.).

Heute weiss man,…

Mittlerweile konnte gezeigt werden, dass die beste LDL-senkende medikamentöse Therapie allein nicht imstande ist vor den meisten Herzkeislauferkrankungen zu schützen.  LDL-senkende Medikamente (Statine) senken zwar das Risiko einer Erkrankung leicht.   Doch die überwiegende Mehrzahl  (60-70%) der Herzkranzgefäßerkrankungen lassen sich dadurch weder vorbeugen noch beeinflussen (Gadi R 2012).  Im Zuge ihrer Arbeiten wurde vielen Forschern klar, dass hinter HKL-Erkrankungen mehr steckt als nur erhöhtes LDL-Cholesterin.

So zeigte eine 2009 im Journal der American Medical Association publizierte Langzeitstudie mit über 3322 Erwachsenen (Ingelsson E, 2009) mittleren Alters, dass weder Gesamtcholesterin noch LDL-Cholesterin das Risiko von HKL-Krankheiten bestimmen können.

Am Anfang der über 15 Jahre dauernden Studie war keiner der Teilnehmer  erkrankt.  15 Jahre lang maß man regelmässig die Cholesterinwerte der Teilnehmer.  Die Forscher suchten dabei auch gezielt nach Anzeichen einer Herzkreislauferkrankung.

Das Ergebnis zeigte, dass das Verhältnis zwischen  Cholesterinwerten aussagekräftiger ist als jeder einzelne Werte für sich genommen.  Besonders das Verhältnis Gesamt-C:HDL-C entpuppte sich als ein guter Maßstab für das Risiko.  Dies war weder für Gesamtcholesterin noch LDL der Fall.

… was man bereits seit längerem ahnte.

Mindestens zwei weitere Studien kamen unabhängig zu demselben Ergebnis, dass das Verhältnis Gesamtcholesterin:HDL-Cholesterin ein brauchbareres Maß für das Erkrankungsrisiko darstellt (Lemieux I 2001, Zhang L 2009).

Idealerweise liegt dieses Verhältnis <= 3.5 – dieser Wert lässt sich auf drei Arten erreichen:

1. HDL Cholesterin erhöhen

2. Gesamtcholesterin senken

3. beides gleichzeitig

Sollten Sie aber bereits an einer Herzkreislauferkrankung erkrankt sein, so können Sie das Risiko zu sterben deutlich mindern, indem sie ihr HDL Cholesterin erhöhen, ihr Gesamtcholesterin senken oder beides (Real JT 2001, Keil U 1998).

HDL Cholesterin erhöhen – auf natürliche Weise.

Japan ist mit seiner hohen Lebenserwartung und der niedrigen Anzahl von Herzkreislauferkrankungen ein gutes Vorbild.

Denn die japanische Bevölkerung zeichnet sich durch einen hohen Konsum an Meeresfrüchten und Meeresfisch aus.  Die anstehende Tabelle aus einer Studie (Yamori 2017) zeigt, dass sich HDL Cholesterin erhöhen lässt, umsomehr Meeresfisch am Speiseplan steht (bis zu 10%).

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5400241/table/pone.0176039.t001/

 

Quellen:

Gadi R, Amanullah A, Figueredo VM. HDL-C: Does it matter? An update on novel HDL-directed pharmaco-therapeutic strategies. Int J Cardiol. 2012 Jun 3. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 22668801.

Ingelsson E, Schaefer EJ, Contois JH, McNamara JR, Sullivan L, Keyes MJ, Pencina MJ, Schoonmaker C, Wilson PW, D’Agostino RB, Vasan RS. Clinical utility of different lipid measures for prediction of coronary heart disease in men and women. JAMA. 2007 Aug 15;298(7):776-85.

Keil U, Liese AD, Hense HW, et al. Classical risk factors and their impact on incident non-fatal and fatal myocardial infarction and all-cause mortality in southern Germany. Results from the MONICA Augsburg cohort study 1984-1992. Monitoring Trends and Determinants in Cardiovascular Diseases. Eur Heart J. 1998 Aug;19(8):1197-207.

Lemieux I, Lamarche B, Couillard C, et al. Total cholesterol/HDL cholesterol ratio vs LDL cholesterol/HDL cholesterol ratio as indices of ischemic heart disease risk in men: the Quebec Cardiovascular Study. Arch Intern Med. 2001 Dec 10-24;161(22):2685-92.

Real JT, Chaves FJ, Martínez-Usó I, et al. Importance of HDL cholesterol levels and the total/ HDL cholesterol ratio as a risk factor for coronary heart disease in molecularly defined heterozygous familial hypercholesterolaemia. Eur Heart J. 2001 Mar;22(6):465-71.

Yamori Y, Sagara M, Arai Y, Kobayashi H, Kishimoto K, Matsuno I, et al. (2017) Soy and fish as features of the Japanese diet and cardiovascular disease risks. PLoS ONE 12(4): e0176039

Zhang L, Qiao Q, Tuomilehto J, et al; DECODE Study Group. The impact of dyslipidaemia on cardiovascular mortality in individuals without a prior history of diabetes in the DECODE Study. Atherosclerosis. 2009 Sep;206(1):298-302.

Blutgruppendiät – hilft sie wirklich ?

Die Blutgruppendiät – DIE Lösung ?

Die Blutgruppendiät geht ungefähr so: je nachdem welches Blut ich in meinen Adern habe kann ich bestimmte Nahrungsmittel besser, andere schlechter verdauen.  Deshalb sollte ich, um möglichst gesund zu bleiben, nur das essen, was zu meiner Blutgruppe passt. 

Blutgruppen ?

 

  Als Ärzte erstmals versuchten das Blut eines Menschens einem anderen zu übertragen, ging zunächst einiges schief. Das liegt an den unterschiedlichen Blutgruppen. Möchte ich mein Blut jemandem anderen spenden, dann muss das zu seinem auch passen. Sonst kann der Empfänger schlimmstenfalls daran sterben. ​

Eine Diät.

Die Blutgruppendiät nutzt die Blutgruppeneinteilung AB0.  Kurz zusammengefasst bedeutet sie: jeder Mensch sollte seine Ernährung passend zur eigenen Blutgruppe wählen. Vier davon gibt es:

  • A
  • B
  • AB
  • 0
    Blutgruppendiät Zielgruppenverteilung
    Blutgruppen in Deutschland​

So glauben die Leute, die sich an die Blutgruppendiät halten – der bekannteste heisst Peter J. D’Adamo – an folgende Einteilung:

  • 0 Jäger und Sammler: dieser Typ Mensch sollte vorwiegend Kost zu sich nehmen, welche reich an tierischem Eiweiss ist
  • A diese Blutgruppe soll sich entwickelt haben, als die Menschen sesshaft wurden und anfingen Ackerbau zu betreiben: daher die Empfehlung für vorwiegend vegetarische Kost
  • B entspricht in Theorie Menschen mit nomadischen Vorfahren: diese können Milchprodukte in größeren Mengen zu sich nehmen.
  • AB – der Mischtyp bewegt sich in der Empfehlung zwischen A und B.

Je nach Typ ist also mehr von der einen oder der anderen Sorte Nahrungsmittel wünschenswert.

Faktencheck

Soweit die Theorie. Seit 1997 hat Peter J. D’Adamo mehr als 7 Millionen Bücher zum Thema Blutgruppendiät verkauft. Oft schreibt er, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Blutgruppendiät bald belegt würden. Aber zwanzig Jahre später (2017) gibt es  noch keine einschlägigen Beweise dafür. Vielleicht liegt es daran, dass die vorgelegten Studien Mängel aufweisen.

Alles Humbug – oder etwa doch nicht ?

Und doch gibt es Hinweise, dass was wahres dran ist.  So variiert die Menge eines bestimmten Verdauungsenzyms bei Menschen tatsächlich je nach Blutgruppe und Sekretorstatus.  Und das könte Einfluss auf die Verdaubarkeit der Nahrung haben.  So ist das sog. IAP-Enzym bei Menschen mit Blutgruppe 0 und B im Serum in grösseren Mengen (+- 1/3 mehr)  vorhanden (3).

IAP Serum: Blutgruppe 0 > B > A

Unter anderem ist es für die Verdauung und Aufnahme gesättigter Fettsäuren im Dünndarm verantwortlich.  Und die kommen gerade besonders oft in tierischen Nahrungsmitteln vor.  Deshalb könnten Menschen mit Blutgruppe 0 und B theoretisch in der Lage sein Fette tierischen Ursprungs besser zu verdauen (4).  Dies ist aber noch nicht bewiesen worden.    

Aber wichtiger noch als die Blutgruppe für die Menge IAP im Serum ist der sogenannte „Sekretorstatus“.  Diesen haben Menschen, deren Blutgruppenmerkmale auch in Körperflüssigkeiten nachweisbar sind.  Die meisten – in etwa 80% aller Menschen – sind Sekretoren verfügen damit über 10x höhere Mengen an IAP-Enzyme im Serum als sog. Nicht-Sekretoren.

IAP Serum: Sekretoren >> Nicht-Sekretoren (10x)  

Egal ob nun eine höhere Menge IAP im Serum einen Einfluss hat oder nicht, die Verdauung spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Übergewicht.   Und daher auch wenn man abnehmen möchte.  Warum das so ist und näheres erfährst Du in Abnehmen mit Leptin.  

 

Quellen:

  1. Blood type diets lack supporting evidence: a systematic review.
  2. 80% der Menschen haben Sekretorstatus
  3. Serum levels of human alkaline phosphatase isozymes in relation to blood groups.
  4. Involvement of intestinal alkaline phosphatase in serum apolipoprotein B-48 level and its association with ABO and secretor blood group types
 
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Abnehmen mit Leptin.

Was ist Leptin ?

Abnehmen mit Leptin funktioniert weil es DAS Sattheitshormon ist.

Innerhalb von nur 15 Minuten nachdem wir mit dem Essen beginnen produziert der Magen eine Flut Leptin. Wenn es wirkt haben wir das Gefühl satt zu sein und keinen Bissen mehr zu wollen. Seine Wirkung entfaltet sich an mind. 2 Stellen:

  • im Darm bremst es die Aufnahme von Fetten und erhöht die Aufnahme von Eiweiss (Proteinen)
  • im Hirn wirkt es über Rezeptoren auf ein wichtiges Nervenzentrum (nucleus arcuatus), und gibt uns an dieser Stelle das Sattheitsgefühl

Leptin ist ein natürlicher, vom Körper produzierter Stoff. Es gibt ihn also 100% kostenfrei.

Wozu brauchen wir Leptin ?

Leptin wirkt indem es Auskunft über die verfügbare Energiemenge im Körper gibt. Es ist ein Nährstoffsensor. Was bedeutet das ? Wenn man das mit dem Treibstofftank in einem Auto vergleicht, dann ist Leptin die Tankanzeige. Ist der Spiegel hoch, fühlen wir uns satt und möchten nichts mehr essen. Auf diese Weise kann man auch Abnehmen mit Leptin: es wird weniger Nahrung aufgenommen.  Die Menge an Leptin, die normalerweise vorhanden ist steigt im Verhältnis zur Menge an Fettdepots, die wir mit uns tragen. Das kommt daher, dass es von den weissen Fettzellen produziert wird. Je mehr weisses Fett, umso mehr Leptin im Blut.

Abnehmen mit Leptin – ohne weiteres möglich ?

Leptin 3D Struktur
Leptin

Als Forscher erstmals übergewichtigen Mäusen Leptin injizierten, konnten sie beobachten wie diese sehr schnell überschüssiges Körperfett verloren. Ihr Körpergewicht wurde wieder normal ! Dasselbe wollte man natürlich auch an übergewichtigen Menschen ausprobieren. Doch so sehr man sich bemühte, es funktionierte nicht: die meisten übergewichtigen Menschen verfügen über ausreichende Mengen dieses Sattheitshormons.   Doch es wirkt bei Ihnen nicht so gut wie man glaubte !  Man muss dazu sagen, dass es sich bei den Mäusen im Labor nicht um normale Mäuse handelte. Bei diesen wurde die natürliche Leptinproduktion genetisch komplett ausgeschalten.  Das ist bei normalen und übergewichigen Menschen aber anders.  Denn die haben Leptin im Blut. – Daher konnte trotz enormer Anstrengungen Leptin nicht als Wundermittel für übergewichtige Menschen vermarktet werden.  Wie sich schliesslich herausstellte war der Grund dafür die sog. Leptinresistenz.  Abnehmen mit Leptin ist nur möglich, wenn die Wirkung des Hormons sich ungehindert entfalten kann ! (mehr dazu s.u.)

Was kann Leptin noch alles ?

Leptin hat noch andere Aufgaben im Körper. Da seine Menge mit den vorhandenen Fett- bzw. Energiereserven steigt, wirkt es auch als Stoffwechselbeschleuniger.  So erhöht es den Energieverbrauch, wenn mehr Energie (Fett) da ist.  Unser Körper verbraucht in derselben Zeit mehr Kalorien – und das ohne zusätzlichen Sport ! Mit Leptin abnehmen bedeutet also auch den Stoffwechsel auf natürliche Weise anzuregen. – Umgekehrt funktioniert das auch.  Denn sind wenig Vorräte übrig, hilft uns ein niedriger Leptinspiegel den Stoffwechsel auf Sparflamme (niedrigerer Kalorienverbrauch) zu fahren und lange ohne Nahrungsaufnahme durchzukommen.

3 Dinge, die Du über Leptin wissen musst !

  1. Du denkst übergewichtige Menschen haben einen niedrigen Leptinspiegel ? Falsch ! In Wirklichkeit haben sie oft einen hohen Spiegel (s. ->Leptinresistenz).
  2. Eine Woche Diät senkt den Leptinspiegel um 30 bis 50%.
  3. Die von den weissen Fettzellen produzierte Menge Leptin hängt im Wesentlichen von der Menge Kohlehydrate ab, die wir zu uns nehmen.

3 Dinge, die Leptin erhöhen (uns das Gefühl geben satt zu sein):

  1. Emotionaler Stress
  2. das weibliche Geschlechtshormon Östrogen
  3. Insulin

3 Dinge, die Leptin senken (uns hungriger machen):

  1. das männliche Geschlechtshormon Testosteron
  2. Sport und Muskeltraining
  3. Schlafmangel

Wenn Leptin seine volle Wirkung nicht entfalten kann…

Leptinresistenz ist der Grund, warum viele Menschen übergewichtig sind und leider bleiben.  Es ist zwar genügend natürliches Leptin vorhanden, aber es hat nicht die volle Wirkung.  Das heisst: die Menge an Nahrung, die nötig ist, um sich satt zu fühlen ist bei Menschen mit Leptinresistenz höher als bei solchen, die keine Leptinresistenz haben.

Forscher fanden heraus, dass Leptinresistenz und Übergewicht mit niederschwelliger Entzündungen einhergehen.

Leptinresistenz: ist das Fett in der Nahrung schuld ?

Lange Zeit wurde im Fett in der Nahrung der Hauptschuldige für Übergewicht gesehen. Doch Ergebnisse neuester Forschungen konnten das nicht bestätigen. – Im Gegenteil !  Die Einnahme von Fett allein ist nicht ausreichend um solches auch als Körperfett anzulegen.  Bei der ketogenen Diät wird sogar hauptsächlich Fett eingenommen (bis zu 80%!) und genau das Gegenteil passiert: es purzeln die Kilos (aber nur kurzfristig!).  Zwar konnte an Labormäusen gezeigt werden, dass sie bei fettreicher Ernährung Gewicht zunahmen. – Das funktionierte aber nur wenn Ihnen gleichzeitig hohe Menge Kohlehydrate verfüttert wurden, oder aber die Fette, die verfüttert wurden sehr einseitig waren (vor allem Omega-6-Fettsäuren).

Entzündungen werden immer wieder in Zusammenhang mit Übergewicht gebracht, und vor allem Leptinresistenz (und auch der mit ihr verwandten Insulinresistenz). Sie sind der Grund warum der Leptinspiegel bei Übergewichtigen zwar hoch ist, sich diese aber Menschen im Vergleich zu idealgewichtigen bei gleicher Leptinmenge weniger satt fühlen. – Mit Leptin abnehmen funktioniert bei Ihnen nicht, weil trotz hoher Fettreserven und einhergendem hohem Leptinspiegel wenig Sattheitsgefühl erzeugt wird !

Forscher meinen, dass der bei Entzündung aktivierte TLR4 -Rezeptor mitschuld daran ist. – Dieser hindert Leptin (und auch Insulin) daran das Gefühl der Sattheit zu vermitteln.

Abnehmen mit Leptin geht nur dann, wenn Leptin normal wirkt !  Das heisst: sich satt fühlen, wenn man genügend Nahrung aufgenommen hat. 

Wer sich ein bisschen mit dem menschlichen Körper auskennt, der weiss genau, dass alles, was im gesunden Körper passiert Sinn ergibt.  Aber was macht das für Sinn, wenn Entzündung Leptin daran hindert das Gefühl der Sattheit hervorzurufen ?  Die Antwort:  Entzündung tritt immer dann auf, wenn der Körper der Meinung ist, er sei beschädigt worden.  Wurde er tatsächlich beschädigt, so braucht er aber auch mehr Energie um diese Schäden zu reparieren.  So macht es in diesem Fall durchaus Sinn, dass die Wirkung von Leptin etwas abstumpft und man sich bei vollen Fettreservern weniger satt fühlt.

Mit Leptin abnehmen – unmöglich mit Entzündung.

Wie viele vielleicht bereits aus anderen blogs und Abnehmseiten wissen werden, gibt es wenig Dinge, die Entzündung und Übergewicht so gut fördern können wie die regelmässige Einnahme hoher Mengen von raffiniertem Zucker.   Das heisst Zucker, so wie er in fast food, Fertigprodukten, zuckerhaltigen Limonaden und künstlich gezuckerten Süsspeisen zu finden ist. – Reiner Zucker in hoher Dichte und ohne die natürliche Verpackung wie sie sonst zB. Obst und Gemüse bieten.

Entzündung reduzieren = Leptinresistenz abbauen = dauerhaft abnehmen !

Man weiss, dass bestimmte pflanzliche Stoffe Entzündung lindern können:  Resveratrol (in Erdnüsse, Rotwein), Anthocyanidine (Äpfel, Beeren), EGCG (Grüntee), Quercetin (rote Zwiebel, Kapern), Hellenin etc. – diese Stoffe wirken entzündungshemmend und können auch die Leptinresistenz verbessern.  Ganz allgemein bringt vegetarische Kost weniger Entzündung im Körper.  Viele Blogs, die sich mit dem Thema abnehmen beschäftigen preisen die Vorteile rein pflanzlicher Ernährung an.  Aber leider ist auch das nicht die ganze Wahrheit.  Denn selbst Vegetarier können übergewichtig werden und es auch bleiben.

Abnehmen mit Leptin – wie Sie Leptinresistenz besiegen !

Forscher konnten in einem Experiment zeigen, dass übergewichtigen Menschen nach einer Diät dazu neigen ihr verlorenes Gewicht bald wiederaufzunehmen.  Das ist der bekannte Jojo-Effekt. Hingegen können Menschen, denen nach einer Diät Leptin verabreicht wurde, dank dieser künstlichen Aufbesserung ihr niedrigeres Gewicht tatsächlich halten !  Der Grund dafür ist, dass der Leptinspiegel nach einer Woche Diät zwischen 30 und 50% sinkt (s.o.).  Von alleine steigt dieser aber nicht wieder auf das Niveau vor der Diät.  Es bleibt also das Gefühl, nicht richtig satt zu sein.   Deshalb ist man nach einer Diät auch wieder dazu geneigt mehr zu essen und kommt leider bald wieder zu seinem vorherigen Gewicht zurück! 

Zum Glück gibt es (zwei) Möglichkeiten das zu verhindern: 

entweder man bekommt regelmässig zusätzliches Leptin verabreicht

oder

man erhöht mit einem Trick die Wirkung des natürlichen, bereits vorhandenen Leptin.

Da die Injektion von Leptin nur vom Arzt  verabreicht werden sollte und entsprechend umständlich und teuer ist, wäre es eine tolle Sache eine einfache Möglichkeit zu finden die Wirkung des natürlich vorhandenen Leptins zu verbessern.

Wie das geht kannst Du mit dem Abnehmprodukt von smartabnehmen.com erfahren !  Lerne den Schlüssel zum erfolgreichen Abnehmen mit Leptin, indem Du Leptinresistenz auf einfache und natürliche Weise besiegst !

Fazit

Entzündung ist ein Alarmsignal. Der Körper sieht eine Gefahr bzw. einen Schaden und stellt sich auf schwierige Zeiten ein.  Als Reaktion darauf wird die Wirkung des Sattheitshormon Leptin geschwächt (Mechanismus mit TLR2) und man fühlt sich weniger satt.   Das nennt sich Leptinresistenz und bedeutet Hunger selbst bei hohem Körperfettanteil !   Da im Körper kein Mechanismus umsonst existiert, macht das Sinn, weil Krankheit den Körper möglicherweise viel Energie kosten kann und zusätzliche Reserven gebraucht werden.  Aber wenn die Krankheit gar keine ist und  Entzündung unnötig vorhanden ist, so führt das zu hartnäckigen Fettreserven.  Abnehmen mit Leptin ist nur möglich, wenn Entzündung gesenkt wird und Leptin richtig wirken kann !  Dazu ist es notwendig „Leptinresistenz“ abzubauen.  Dies ist mit einem natürlichen Trick möglich.

unvollständige Liste von Quelle(n): Perceived psychological stress and serum leptin concentrations in Japanese men – 2006 Effects of resistance training on cytokines. – 2010.